NARD 2024 Bericht
Unzählige Tiere werden Tag für Tag ausgebeutet, versklavt, gequält und ermordet, ohne die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu erregen. Tierversklavung ist für die meisten Menschen gelebter Alltag. Sie verschließen ihre Augen und ihr Herz, wollen vom Unrecht nichts sehen und hören.
Am NARD, dem National Animal Rights Day, gehen Aktivistys auf die Straße, sind laut, erzählen vom Leiden der nichtmenschlichen Tiere, betrauern es und klagen an. SIE sind die Stimme der Tiere.
Der NARD findet jedes Jahr am ersten Sonntag im Juni statt, WELTWEIT, heuer war das der 2. Juni 2024. In vielen Großstädten rund um den Planeten gibt es Versammlungen, Märsche, Kundgebungen. In Österreich war der NARD heuer wieder in Wien, des weiteren gab es ihn in 4 deutschen Städten, in Großbritannien in 22 und im Iran in 11, um nur einige zu nennen.
Ein Kernelement des NARD in Wien sind die TRAUERREDEN. Die Aktivistiys formieren sich und nach und nach tritt eine*r von ihnen vors Mikrophon und spricht. Damit startet das Programm: Labortiere, Masthühner, Legehennen, Zirkustiere, Schweine, Rinder, Kühe usw.. Die Redner*innen machen das Leiden der Tiere sichtbar, zeigen die Ignoranz und Herzlosigkeit aller auf, die meinen, ein Recht oder einen Anspruch auf tierische Produkte zu haben.
Aktivistys müssen laut sein, mit der Tonanlage sind sie das. Keine Ausreden mehr. DAS muss man hören. Am Stephansplatz tummeln sich viele Menschen, viele von ihnen Touristys, aber die meisten verstehen Englisch. Sie können die Schilder mit Tierrechtsbotschaften lesen. Aber nur wenige lassen sich auf die Performance ein, bleiben stehen, hören zu, lassen sich berühren – oder auch nicht – und suchen manchmal das Gespräch. Die meisten Passantys aber beschleunigen ihr Tempo und flüchten. Sie wollen mit ihren Schandtaten nicht konfrontiert werden. Sie wollen ihre Ignoranz weiterleben.
Nach den Reden folgt eine Minute des Schweigens. Es tut weh, mit so viel Leiden konfrontiert zu werden. Aber es muss sein. Der Blick auf das Leiden der nichtmenschlichen Tiere ist die Triebfeder für den Aktivismus. Die Tierversklavung muss beendet werden.
Beim anschließenden Marsch durch die Stadt rufen die Aktivistys Tierrechtsparolen. Auf Deutsch, auf Englisch, möglichst viele Leute sollen aufmerksam werden und verstehen, was da gerade passiert.
Die Vorträge im Resselpark/Karlsplatz, dem Ziel des Marsches, handeln vom Leben und den Erfahrungen als Veganys mit dem unmittelbaren Umfeld, von Pick-Me-Veganys und Schwierigkeiten mit der Ignoranz anderer im Alltag.
Die Abschlusskundgebung erinnert nochmal daran, WARUM wir das machen, warum es uns braucht und dass wir unsere Vision mit aller Kraft umsetzen müssen.
Dem NARD folgt die Animal Rights Week: Eine Woche mit einem dichten Programm an Aktivismus-Terminen unterschiedlicher Formate:
Cube of Truth,
Signsprotest,
Vigil,
Lingerieprotest,
Train of Change,
Debating Tables,
Disruptions
u.ä.,
Vorträgen, Veranstaltungen, Come-togethers.
Einige Aktivistys nutzen den NARD und die Animalrightsweek für einen Urlaub der besonderen Art – sei es daheim oder in einer anderen Stadt. Eine Woche einzig und allein im Auftrag der Tiere unterwegs sein, für sie zu sprechen, für ihre Rechte einzutreten und ihr Leiden anzuprangern. In der Gruppe, getragen vom gemeinsamen Spirit.
Der Austausch untereinander ist rege und fruchtbar, die geballte Energie stark genug, um die Vision einer Welt ohne Tierausbeutung klar und deutlich vor Augen zu haben.
AnimalRights.at ist als abolitionistischer Tierrechtsverein die Keimzelle der Befreiung aller Tiere.
Überall auf der Welt gibt es Menschen, die sich für die ärmsten Kreaturen auf dem Planeten einsetzen. Du willst dich engagieren? Nimm Kontakt mit uns auf! Du bist nicht allein.
Wir sind nicht allein. Wir werden weiter für die Rechte der Tiere kämpfen und uns auf den Tag freuen, an dem die Versklavung endet.